Im Rahmen der Stadterneuerung hat sich eine Trendwende von der klassischen Sanierung mit massiven Eingriffen und Abrissen zu einer behutsamen und bewohnerorientierten Bestandsentwicklung vollzogen. Stadterneuerung beschränkt sich nicht mehr nur auf bauliche Aufgaben, sie sieht sich vielmehr mit der Herausforderung konfrontiert, sich den sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Problemen zu stellen. Es geht um miteinander zusammenhängende Probleme von gesellschaftlicher Isolierung, Unsicherheit in den Nachbarschaften und Arbeitslosigkeit sowie um eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil.
In dem von der chemischen Großindustrie, Gewerbe und Handwerk geprägten Stadtteil mit hohem Einwandereranteil konnten seit der Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ bereits zahlreiche städtebauliche, hochbauliche und soziale Projekte eingeleitet bzw. realisiert werden. Der Abwärtstrend konnte durch die Stadterneuerung gestoppt und eine positive Entwicklung eingeleitet werden. Die Beseitigung der städtebaulichen Mängel im Bereich des Rheinufers und der Industriegrenze, die Verbesserung der Wohnsituation sowie die Einrichtung des Stadtteilbüros BauHof mit seinen vielfältigen, multikulturellen Angeboten sind dabei Schlüsselprojekte des Erneuerungsprozesses.